Abschlussarbeiten am Kehrschleifenschattenbahnhof!
Wir dürfen euch nun endlich berichten, dass die Arbeiten am Kehrschleifenschattenbahnhof zur Gänze abgeschlossen sind. Nach nunmehr 3 Monaten Umbauzeit ist es uns gelungen, den Bahnhof wie gewünscht in Betrieb zu nehmen.
Die Schwierigkeit dabei gestaltete sich darin, wie bereits in vorherigen Beiträgen erwähnt, dass sich der Schattenbahnhof (der ja selbst eine Kehrschleife ist) in einer großen Kehrschleife befindet. Diese „große“ Kehrschleife befindet sich wiederum in einem Gleisdreieck (das ja technisch gesehen das Selbe wie eine Kehrschleife ist).
Dadurch mussten wir tief in die Trickkiste greifen um dabei die beiden folgenden Probleme zu lösen:
- Der PC muss immer eindeutig erkenne, in welche Richtung der Zug unterwegs ist. Hierbei findet an einigen Stellen ein Wechsel der logischen Fahrtrichtung statt. Der Zug bewegt sich dabei allerdings immer in die selbe Richtung, sprich „Lok voraus“. Dies konnte rein Softwareseitig durch die MpC-Steuerung gelöst werden.
- Die Polung am Gleis muss stets die Richtige sein, dass an der Trennstellen der Kehrschleifenübergänge keine Kurzschlüsse entstehen. Hierfür mussten wir drei bistabile Relais verbauen um die Gleisumpolung durchführen zu können. Diese muss natürlich immer im richtigen Moment erfolgen und gegen Falschschaltung geschützt werden. Anstatt die Relais direkt anzusteuern, haben wir uns dazu entschieden, Diese an strategisch wichtigen Weichenantrieben anzuschließen. Dadurch werden die Relais automatisch in die Fahrstraßenschaltung eingebunden und sind somit auch Softwareseitig gegen Falschschaltung gesichert. Durch diese strategische Aufteilung können wir in diesem Bereich mit bis zu 4 Zügen gleichzeitig fahren, ohne einen Kurzschluss auszulösen!
Im Anschluss wurde noch viel Programmierarbeit geleistet, um unsere „besonderen“ Garnituren durch den Schattenbahnhof zu schicken und die „normalen“ Garnituren drum herum zu führen. Im Schattenbahnhof können insgesamt 14 Garnituren geparkt werden, wobei immer nur ein Zug im Wechsel auf der Anlage unterwegs sein wird. Unsere Tests haben ergeben, dass ein Zug von Start bis Ankunft und „nur“ einer Runde auf der Anlage, sage und schreibe 14 Minuten braucht. Dabei sind aber noch keine Aufenthaltszeiten, besetzte Gleise, oder Wartezeiten an roten Signalen einberechnet. Man kann sich also denken, wie lange es dauert, bis der Zug nach seiner Runde wieder an die Reihe kommt.
Im nächsten Schritt werden wir nun das Lokregal in Betrieb nehmen. Sollte sich hier ergeben, dass wir das „fehlende“ Gleisstück einsetzen, um in beide Richtungen ausfahren zu können, wird hier sogar noch ein viertes bistabiles Relais nötig sein, da sich dann zum besagten Gleisdreieck ein weiteres Gleisdreieck dazugesellt. Das Thema „Kehrschleifen“ wird uns also in Zukunft auch noch etwas beschäftigen werden…






