Heute möchten wir euch zeigen. wie wir unsere Waggons beleuchten.

Zuerst kümmern wir uns um die Stromabnahme des Waggons. Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten die wir vorfinden können:

  1. Geteilte Achsen – Hierbei findet die beste Stromabnahme statt, da jede Achse direkt an beiden Schienen abgreift
  2. Einseitig isolierte Achsen – Hierbei nimmt bei 2-Achsigen Wagen je Achse nur eine Seite den Strom vom Gleis, bei Wagen mit Drehgestell können die Achsen „vertauscht“ eingebaut werden, somit nimmt jedes Drehgestell mit je einer Achse von beiden Seiten des Gleises Strom auf.

Unser gezeigter Umbau eines alten Roco Transalpin besitzt geteilte Achsen mit Drehgestellen, somit greift hier Variante 2.

Die Achsen werden sauber gereinigt und dann mit einem speziellen Werkzeug ausgepresst. Nun werden Aderendhülsen über die Achsen geschoben und diese mit dem Spezialwerkzeug und einer Spurweitenleere wieder auf die richtige Spurweite gebracht. Danach können die Anschlussdrähte an die Aderendhülsen gelötet werden.

Jetzt wird der Waggon geöffnet. Bei unserem Transalpin kann man das Dach leider nicht entfernen, daher ist die Arbeit etwas aufwändiger und die Anschlussdrähte müssen etwas länger gelassen werden um später Alles richtig einbauen zu können. Hierbei wird der Waggon auch gleich mit Fahrgästen bestückt. Unsere Erfahrungen sind, dass beleuchtete Wagen ohne Fahrgäste ziemlich bescheiden aussehen. Die 10 Minuten mehr die man dafür braucht rentieren sich definitiv!

Die Lochrasterplatine wird in die richtige Länge und Breite geschnitten und danach die Position an denen Später beleuchtet sein soll eingezeichnet. Hier reichen meist 8-10 LED’s pro Waggon. Auch das Schlusslicht am letzten Wagen darf nicht vergessen werden! Unser Transalpin hat allerdings einen Steuerwagen und dort einen Dekoder für den Lichtwechsel eingebaut. Nun werden die LED’s an den eingezeichneten Positionen angelötet und mit Kupferlackdraht verbunden.

Dadurch ergibt sich auch die beste Position, an der der Gleichrichter, die Pufferladeschaltung und der Vorwiderstand für die LED’s positioniert werden.

Die geeignetste Stelle für den Pufferkondensator und den Spannungsregler sind meist im Waggon selbst in einem WC, da dort die Scheiben meist Weis bemalen sind. Manchmal kann auch etwas im Wagendach versteckt werden.

Als vorletzter Schritt wird die komplette Schaltung fertig verdrahtet, zusammengelötet und getestet. Ist der Test erfolgreich, kann die Beleuchtungsplatine im Dach eingeklebt, oder über den Sitzplätzen positioniert werden.

Zu guter Letzt wird der Wagen zusammengebaut, die Verkabelung versteckt und nochmals alles getestet. FERTIG!

Zum Schluss bleibt noch zu sagen, dass die Schaltung an jeder Analog- sowie Digitalanlage betrieben werden kann. Sie ist Fahrtrichtungsunabhängig und stört auch keine Belegtmelderauswertungen oder das Digitalsignal. Je nach Anzahl der LED’s reicht die Ladung des Kondensators für ca. 10 Minuten Beleuchtungsdauer.

Bei Fragen könnt ihr gerne Kontakt mit uns Aufnehmen…